Sie ist lästig, unhygienisch und entspricht absolut nicht mehr unserem Schönheitsideal: die Körperbehaarung. Und wer bitte will in einem Roman lesen, dass der Protagonist auf dem Rücken behaart ist, wie ein Braunbär? Oder die Protagonistin sich zum Blind Date kleine Zöpfe aus ihrer Achselbehaarung flicht. Deshalb wird sowohl in Bücher wie in der Wirklichkeit enthaart, bis die Klinge bricht. Aber habt ihr euch schon einmal gefragt, wie Haare entstehen, welche Funktion sie haben und wie wir sie am besten entfernen?

In vier Beiträgen beschäftigen wir uns mit diesem haarigen Thema. Gepaart ist diese Aktion dazu mit einem Gewinnspiel am Ende der Beitragsreihe.
In jedem Artikel finden sich drei Buchstaben, die am Ende der Reihe zusammengesetzt werden müssen und dann ein Lösungswort ergeben. Nähere Informationen über den Ablauf und den Gewinn folgen noch.

Ja woher kommen sie denn?

Unsere haarigen Quälgeister, egal ob im Intimbereich oder an den Beinen, sind Abkömmlinge der Haut, so wie auch die Nägel. Bereits wenn wir noch am Däumchen nuckelnd in der Fruchtblase schwimmen, wächst die Haut als kleine Knospe nach innen. Sie bildet dort den Haarfollikel aus, der im weiteren Verlauf der Entwicklung durch Wachstum und anschließende Verhornung von Hautzellen das Haar nach draußen schiebt. In der Wurzel des Follikels finden wir einen kleinen Bereich mit Stammzellen, die sich ein Leben lang teilen. Somit können sie jederzeit neues Haar produzieren und genau dies ist ja auch unser Problem.

Lanugo oder Vellus?

Die haarigen Störenfriede werden in drei Arten unterteilt.

Lanugohaare sind fein, weich und unpigmentiert. ( I ) Sie finden wir als durchsichtigen Flaum auf Neugeborenen oder Föten im Mutterleib. Lanugohaare fallen einige Wochen nach der Geburt aus. Sie werden sodann durch das gröbere, teilweise pigmentierte Vellushaar (nicht Phallushaar *lol*) ersetzt. Vellushaare finden wir vor allem bei Kindern und Frauen in Form von Körperbehaarung.

Sehr festes, stark pigmentiertes Haar wird als Terminalhaar bezeichnet. Hier unterteilen wir nicht-sexuelles Terminalhaar wie Kopfhaare, Augenbrauen, Wimpern, Ohren- oder Nasenhaare und sexuelles Terminalhaar, welches erst während der Pubertät aufgrund der Geschlechtshormone das vorherige Vellushaar ( G ) ersetzt. Dies betrifft den Achsel-, Scham- und Analbereich, bei Männern zusätzlich Barthaar und die Körperbehaarung.

Ob blond, ob grau…

In der Haut gibt es die Melanozyten, die das Pigment Melanin produzieren. Dieses Pigment geben sie an alle anderen Zellen ab. Es schützt uns nämlich vor der bösen UV-Strahlung. Allerdings gibt es verschiedene Arten von Pigment. Eumelanin findet sich in blonden, braunen und schwarzen Haaren, wobei hier die Konzentration des Pigmentes die farblichen Unterschiede macht.

In roten Haaren findet sich das Phäomelanin. Es macht rot und nicht braun, weshalb Rothaarige häufig eher nur rot werden.

Bei grauen Haaren finden sich aufgrund des Alters und einer verminderten Pigmentproduktion vermehrt Lufteinschlüsse im Haar, womit Fifty Shades of Grey eine ganz neue Bedeutung bekommt.

( A ) Allerdings war Christian im Buch tatsächlich als Fussig-Julche beschrieben. 😉

So jetzt habt ihr ein paar Grundkenntnisse über Haare erlangt. Im nächsten Artikel erzählen wir euch etwas über die Funktion der lästigen Biester, denn auch wenn sie uns vollkommen unnütz erscheinen, so hat sich die Natur doch ursprünglich mal was dabei gedacht. Bis nächste Woche … eure Autorinnen der Romance Alliance

PS: Denkt dran, euch die Buchstaben (die im Text versteckt sind) zu notieren. Am Ende der Beitragsreihe wird es ein Gewinnspiel dazu geben 🙂

 

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